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11.04.2021 - Ein Interview über drei Jahrzehnte und dessen Zukunft

30 Jahre Umland Wohnungsbau ist eine lange Zeit. Vergleichsweise kurz mit nur drei Jahren gestaltet Geschäftsführer Sebastian Alpers die Wege und Zukunftsvisionen der Umland Wohnungsbaugesellschaft. Zeit für ein Gespräch über die Vergangenheit, den Schlag Mitarbeiter, das Egelner Umland und Zukunftsvisionen.

Herr Alpers: 30 Jahre sind eine lange Zeit und eigentlich gibt es die Strukturen der Firma ja schon über 50 Jahre. Wie würden Sie die arbeitsreichen letzten Jahre zusammenfassen?

Vermietet und Verwaltet haben wir immer. Aber gerade zur Wendezeit gab es einen großen Aufbruch. Es wurde in allen Orten neu gebaut und modernisiert. Mit neuen Baustoffen und vor allem deren Verfügbarkeit wurden ganz neue Maßstäbe für den Wohnungsbau gesetzt. Allein bis 1994 wurde 390 Wohneinheiten modernisiert und instandgesetzt. Außerdem entstanden Neubauten in Egeln, Etgersleben, Groß Börnecke, Hakeborn, Löderburg, Schneidlingen, Tarthun, Unseburg und Westeregeln. Danach kamen tollen Projekte wie das Umgestalten einer alten Schule in 21 barrierearme Wohneinheiten inklusive Aufzug, Gemeinschaftsräume sowie einem Fitnessbereich. Zusammenfassend würde ich sagen, es gab und gibt immer spannende (Bau-)Projekte und Mietergeschichten.

 

Was ist Ihnen für das Unternehmen, für die Arbeit wichtig?

Einerseits geht es darum ein beständiger und sicherer Partner für die bestehenden Mieter zu sein. Anderseits individuell und offen auf neue Anforderungen zu reagieren, um auch neue Mieter gewinnen zu können. Die Krux liegt jetzt darin beides gekonnt miteinander zu verknüpfen. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel im ländlichen Raum müssen wir auch neue Wege gehen. Der Blick nach vorne ist wichtig – genauso aber auch der Blick ins Unternehmen und der Kontakt zu unseren Mietern.

 

Wie würden Sie die Menschen beschreiben, die bei der Umland Wohnungsbaugesellschaft arbeiten?

Hier arbeiten tolle Leute, die die Verantwortung für die Mieter ernst nehmen. Sie sind Leute von hier, mit gutem Gefühl für die Region. Und sie sind loyal: sie haben wichtige Entscheidungen der Geschäftsführung immer mitgetragen und stehen zur Umland Wohnungsbaugesellschaft.

 

Wie würden Sie die Arbeitskultur der Umland Wohnungsbaugesellschaft beschreiben?

Offen, freundlich und kommunikativ. Mir ist wichtig, dass jeder mit mir sprechen kann – sowohl Kollegen, als auch Mieter. Wir versuchen immer individuelle Problemlösungen zu finden. Jeder übernimmt die Verantwortung für sein tun.

 

Welche Herausforderungen gibt es für den hiesigen Wohnungsmarkt?

Das Thema Leerstand beschäftigt uns. Wir sind kontinuierlich dabei Ideen sowie Pläne zu entwickeln, um den Kernbestand des Unternehmens weiter zu entwickeln sowie die Wohnungen den sich ändernden Markanforderungen anzupassen. Infolge der demografischen Entwicklungen beinhaltet dies entsprechende Maßnahmen zur barrierearmen Gestaltung vom Umfeld bis in die Wohnung. Durch die Schaffung von größeren Wohnungen, beispielsweise durch die Zusammenlegung von Wohnungen, wollen wir zudem auch für unseren jungen Familien die passende Wohnung bereitstellen. Der Wohnungsbestand wird sich vor dem Hintergrund der Bevölkerungsprognosen in den nächsten Jahren sukzessiv verringern müssen. Dennoch bleibt es auch zukünftig unsere Hauptaufgabe für alle Bevölkerungsschichten bezahlbaren sowie modernen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

 

Worin liegen die Stärken und Chancen des hiesigen Wohnungsmarktes?

Auf dem Land im Speckgürtel der Landeshauptstadt bzw. Kreisstädte zu leben, hat nicht nur seinen Reiz, sondern auch seine Vorteile. Gerade beim Thema Entschleunigung, Work-Life-Balance und Lebensqualität ist das Wohnen in kleineren Orten attraktiver. Die infrastrukturelle Anbindung ans Egelner Umland ist top. Und neben der ländlichen Ruhe und der Natur sind auch der Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung und das Vereinsleben sehr positiv hervorzuheben.

 

Was sind Ihre Visionen und Ideen der Zukunft? 5 Jahres Perspektive? 30 Jahres Perspektive?

Kurz-, mittel- und langfristig arbeiten wir an der hohen Zufriedenheit unserer Mieter. Wir wollen eine sehr schnelle Erreichbarkeit und gute Kommunikation.

Die Zukunftsperspektive geht in Richtung Verwaltungstätigkeit für Dritte. Wir verwalten derzeit rund 160 Einheiten und möchten diese Dienstleistung ausbauen. Neben kaufmännischen Leistungen wie der buchhalterischer Erfassung von Geldeingängen und Geldausgängen, Abrechnungen von Kosten und der Erstellung von Wirtschaftsplänen würden wir auch Leistungen übernehmen die technischer Natur sind oder ganz allgemein wie z.B. Abschlüsse von Mietverträgen, Wohnungsabnahmen und -übergaben.

 

Wie soll der 30 Geburtstag gefeiert werden?

Wir hatten viele Ideen. Vom Mieterfest mit Hüpfburg und Grillwurst, Hoffest hier in Egeln bis hin zum Dinner mit Firmenpartnern. Nachdem sich Ende letzten Jahres abzeichnete, dass coronabedingt eigentlich nichts planbar ist, haben wir uns dazu entschieden, dass eine solche Party in diesem Jahr nicht geben kann. Für unserer rundes Firmenjubiläum wollen wir rückblickend auf die letzten 30 Jahre schauen, wie sich unsere Ortschaften entwickelt haben. Dazu werden wir das komplette Jahr alte Ortsansichten – auch unserer Immobilien – mit dem aktuellen Stand vergleichen. Diese Collagen werden dann wöchentlich bei Facebook und Instagram erscheinen. Des Weiteren haben wir uns überlegt, dass wir monatlich Geschenke verlosen wollen. Über die sozialen Medien kann jeder Follower sein Glück versuchen. Außerdem wollen wir regionale Vereine finanziell unterstützen. Bewerbungen dafür nehmen wir gern an.